Donnerstag, 23. Juni 2016

Rezension zu "Black Rabbit Hall" von Eve Chase



Allgemeines:
Titel: Black Rabbit Hall
Autorin: Eve Chase
Verlag: blanvalet
Genre: Roman
Buchart: Hardcover / eBook
Seiten: ca. 420 Seiten
Preis: 19,99€ / 15,99€

Erscheinungsdatum: 29.02.2016



Kurzbeschreibung:
Da ich auf keinem Fall Spoilern will, kann ich leider auch gar nicht so viel zur Geschichte schreiben, denn sonst verplappere ich mich bestimmt. ;)
Hugo und Nancy Alton leben mit ihren 4 Kindern Toby, Amber, Kitty und Barney in London. Ambers Zwillingsbruder Toby geht allerdings auf ein Internat. In den Ferien kommt die ganze Familie immer auf Black Rabbit Hall, dem Anwesen der Familie Alton in Cornwall, zusammen. Black Rabbit Hall beschert der Familie jedes Mal eine wunderschöne, unbeschwerte und unvergessliche Zeit. Doch nach diesen Osterferien, im Jahre 1968, wird nichts mehr so sein, wie es mal war.
Ein schlimmer Schicksalsschlag ereilt die Familie und droht sie zu zerreißen. Amber ist bis zu diesem Tag ein typisches 15 jähriges Mädchen, plötzlich muss sie von heute auf morgen erwachsen werden und bemüht sich die Familie so gut es geht zusammen zu halten. Doch ihr Zwillingsbruder verliert immer mehr den Boden unter den Füßen, egal wie sehr sie sich auch bemüht. Als dann auch noch Caroline Shawcross und ihr Sohn Lucien auftauchen, fängt Toby an völlig verrückt zu spielen, denn er hat Angst Amber zu verlieren.

Knapp 3 Jahrzehnte später sind Lorna und ihr Verlobter Jon, auf der Suche nach einer Hochzeitslocation, auf Black Rabbit Hall gestoßen. Trotz seines leicht maroden Zustandes ist es wunderschön. Lorna fühlt sich sofort mit Black Rabbit Hall verbunden. Je mehr Zeit sie dort verbringt, desto mehr fühlt sie sich zu dem Haus und seinem ganz eigenen Charme hingezogen.
Sie möchte unbedingt mehr über die Geschichte erfahren, die Black Rabbit Hall verbirgt. Lorna deckt nach und nach die Geschichte und ein altes, gut behütetes Familiengeheimnis auf, dem es an Drama, Tragik, Liebe, Zuneigung, Verzweiflung und Zusammenhalt nicht mangelt.
Doch dieses Geheimnis ist dunkler, als sie jemals geahnt hätte, wird sie damit fertig werden?


Meinung:
Black Rabbit Hall erzählt zum einen die Geschichte der 15 jährigen Amber und zum anderen die der 33 jährigen Lorna. Mir gefällt sehr gut, dass man die jeweiligen Geschichten auch anhand der Schriftart auseinander halten kann. Denn jede der beiden hat in dem Buch ihre eigene Schriftart und ihre eigene Art die Dinge zu erzählen, was dem grandiosen Schreibstil von Eve Chase zu verdanken ist. Man fühlt sich als wäre man direkt auf Black Rabbit Hall und würde die Geschichten von Lorna und Amber selbst erleben. Beim Lesen hat man das Haus, die Wiese, mit den schwarzen Kaninchen, den Wald, mit der selbst gebauten Schaukel und dem Baumhaus, sowie den Strand, mit seiner Ebbe und Flut, bildlich vor sich und ist so in das Buch eingetaucht, dass man das Unwetter 1968 aufziehen sehen kann. Auch gibt es immer wieder überraschende Wendungen, die man so nicht erwartet hätte.
Es gibt so viele Charaktere im Buch, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber dennoch schafft es Eve Chase, dass man sich am Ende des Buches fühlt, als hätte man jeden einzelnen von ihnen gekannt und sehnt sich danach sie alle wieder zu sehen.

Normalerweise lese ich Bücher nicht noch einmal, da es einfach zu viele Bücher gibt, die ich noch lesen möchte, aber dieses Buch habe ich nicht zum letzten Mal gelesen, denn ich werde auf jedenfall wieder nach Black Rabbit Hall zurück kehren, denn ich vermisse es mit all seinen Geheimnissen jetzt schon!

Charaktere:
Amber
hat es nicht leicht und bekommt plötzlich mehr aufgebürdet, als eine 15 jährige ertragen kann. Irgendwann möchte sie einfach endlich sie selbst sein. Ob sie das schaffen wird und wie sie es versucht ist ein einziges auf und ab der Gefühle.

Lorna kann es sich selbst nicht erklären, aber sie spürt dass dieses Haus ein Geheimnis verbirgt, dessen Zeit gekommen ist gelüftet zu werden. Zudem meint sie sich zu erinnern, als Kind diesen Ort, mit ihrer bereits verstorbenen Mutter, schon einmal besucht zu haben.

Jon ist der Verlobte von Lorna und kann ihr Vernarrtheit in dieses alte heruntergekommene Haus nicht ganz verstehen und fühlt sich immer mehr außen vor.

Toby ist der Zwillingsbruder von Amber und psychisch nach dem Schicksalsschlag sehr labil. Er tut mir sehr leid, denn im Grunde verhält er sich eher wie ein kleiner verängstigter Junge, als wie ein 15 jähriger.

Cover:
Das Cover ist durch seine schlichte Art dennoch sehr ansprechend und passt einfach perfekt zur Geschichte, egal ob mit oder ohne Umschlag. Ich könnte mir kein besseres Cover für dieses Buch vorstellen.



Fazit:
Ein Buch, dem es an Drama, Tragik, Liebe und Zusammenhalt nicht mangelt.
Es gibt so viele Charaktere im Buch, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber dennoch schafft es Eve Chase, dass man sich am Ende des Buches fühlt, als hätte man jeden einzelnen von ihnen gekannt und sich danach sehnt, sie alle wieder zu sehen.
Ergreifend, mitfühlend und einfach überwältigend geschrieben!
Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Ich kann nur sagen….Ich liebe es!

Bewertung:
5 von 5 Sternen, ich würde auch noch mehr geben, wenn es möglich wäre :)

Hier gehts zum Buch auf der Verlagsseite.

Und wer noch nicht genug hat...
...für den gibts hier auch noch den Trailer zum Buch. :)




Mittwoch, 15. Juni 2016

Rezension "Better Life - Ausgelöscht" von Lillith Korn

Allgemeines:
Titel: Better Life - Ausgelöscht
Autorin: Lillith Korn
Band: 1 (von2)
Verlag: Drachenmond Verlag
Genre: Dystopien
Buchart: Softcover / eBook
Seiten: 224 Seiten
Preis: 12,00€ / 3,99€

Erscheinungsdatum: 18.12.2015



Kurzbeschreibung:
Als Marvin die Werbung zu Better Life im Fernseher sieht, beschließt er sich dort einmal beraten zu lassen. Denn an dem Tag als seine Freundin Charlie wie vom Erdboden verschwunden ist, brach seine Welt zusammen. In der Werbung verspricht Better Life einem 10 unvergessliche Jahre, wenn man ihnen im Gegenzug danach seinen Körper zur Verfügung stellt.
Marvin ist sich noch unsicher, allerdings wird er von Better Life überwältigt und sofort gelöscht. Von da an arbeitet er als Paul Bornemann für Better Life und hat keinerlei Erinnerungen mehr an seine alte Identität.
Dr. Zoe Fink hat das Programm zum Löschen der Erinnerungen, in dem Glauben etwas Gutes zu tun, für Better Life geschrieben. Es sollte traumatisierten Personen, wie Soldaten helfen bestimmte Erlebnisse zu vergessen. Als sie herausfindet das Better Life heimlich ganze Persönlichkeiten löscht, wird sie rausgeschmissen. Sie fühlt sich verantwortlich für den Missbrauch des Programms und versucht seitdem Better Life irgendwie aufzuhalten.
Paul wird daraufhin auf sie angesetzt um rauszubekommen, wieviel sie weiß und wem sie die Informationen weitergegeben haben könnte. Doch bei diesem Auftrag läuft nicht alles glatt und dann verschwindet auch noch Natalie, Zoes beste Freundin wie vom Erdboden.
Plötzlich gerät nicht nur Zoe in Lebensgefahr, sondern auch alle die für Better Life arbeiten.


Meinung:
Lillith Korn hat es ab der ersten Seite geschafft mich in ihre Geschichte zu ziehen. „Better Life – Ausgelöscht“ ist ein Buch, mit einer interessanten und mir neuen Verschwörungstheorie, dessen Handlung sich ein paar Jahre in der Zukunft abspielt.
Leider ist es gar nicht so abwegig, dass das Machtstreben und der Größenwahnsinn eines Einzelnen solche Ausmaße annehmen können. Wer weiß ob wir nicht tatsächlich in ein paar Jahren ähnliche Werbungen im Fernseher sehen werden, immerhin lassen sich mittlerweile auch schon Roboter so programmieren, dass sie eigenständig denken und lernen können.
„Better Life – Ausgelöscht“ fesselt einen sofort und das bleibt bis zur letzten Seite so.
Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass der Schreibstil sich sehr angenehm und flüssig lesen lässt. Im Buch werden sowohl Zoes als auch Pauls Perspektiven dargestellt, sodass man immer einen kleinen Einblick in die Gedanken des jeweiligen Protagonisten hat.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die kleine Zusatzgeschichte, die sich am Ende des Buches befindet, bei der man die Möglichkeit hat Paul noch etwas besser kennen zu lernen und einen Einblick in seine Anfänge bei Better Life erhält.
Das Einzige, was ich nicht ganz verstanden habe war… Als Zoes Freundin Natalie spurlos verschwindet, fährt sie zu deren Wohnung und Arbeitsplatz und sucht sie. Allerdings hat sie nie bei Natalies Mann angerufen um nachzufragen ob er etwas von seiner Frau gehört hat, er befindet sich zwar auf Geschäftsreise, aber dennoch wäre das eine Anlaufstelle, bei der man normalerweise nachfragen würde.

Die Charaktere:
Paul bzw. Marvin sind sehr interessant, da sie ja eigentlich ein und dieselbe Person sind, aber dennoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Paul ist mir relativ schnell sympathisch geworden (auch wenn er ja eigentlich der „Feind“ ist), umso mehr nach der Zusatzgeschichte am Ende des Buches. Bei Marvin hat es hingegen ein paar Seiten mehr gebraucht, bis ich ihm „getraut“ habe.
Zoe hingegen tut mir etwas leid. Sie fühlt sich verantwortlich für den Missbrauch des Programms durch Better Life und hat es sich zur Aufgabe gemacht das Programm zu zerstören.
Ich bin sehr gespannt, ob es Zoe am Ende des zweiten Bandes schaffen wird, sich gegen Better Life durchzusetzen und das Programm zu zerstören.



Fazit:
Better Life hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und ist auf jedenfall ein Buch, das sich zu lesen lohnt.
Es handelt sich um eine Dilogie und ist somit mit dem vor kurzem erschienenen zweiten Band abgeschlossen.

________________________________________
Über die Autorin:
Copyright Drachenmond Verlag

Lillith Korn wurde 1983 im schönen Sardinien geboren und lebt seit 1997 in Berlin. Aber das nicht allein, bei ihr leben zwei Hunde, die sie täglich in den absoluten Wahnsinn treiben und sie zwingen, zwischenzeitlich auch mal den Laptop zu verlassen. Außerdem wohnt sie in einer WG mit einer weiteren Autorin, die auch als ihre persönliche Muse fungiert.
Neben dem Schreiben liebt sie das Musizieren (Gesang, Gitarre, Klavier). Ansonsten ist ihr Hobby „Kühlschrank-auflassen-und-Mitbewohnerin-damit-nerven“ – zur Entschädigung ist sie hauseigene WG-Köchin. Sie tritt zur Belustigung anderer auch gern in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen. Sie bringt ihre eine Hündin zum Singen und die andere zum Jammern, weil sie zugedeckt werden möchte. Verständlich für Lillith - denn sie kann selbst bei 30 Grad nicht ohne Decke schlafen.
Für mehr Informationen besuchen Sie Lillith Korn auf Facebook unter https://www.facebook.com/lillithkorn oder auf ihrer Internetseite www.lillithkorn.de!
Quelle: Amazon.de

Freitag, 10. Juni 2016

Messebericht LitBlog Convention in Köln

Hallo ihr Lieben,

am Samstag waren wir auf der LitBlog Convention. Stattgefunden hat das ganze auf dem Verlagsgelände von BasteiLübbe in Köln.

Die LBC16 war die erste Bloggerkonferenz und wurde von den Kölner Verlagen DuMont Buchverlag, DuMont Kalenderverlag, Egmont INK/LYX, Kiepenheuer & Witsch und BasteiLübbe ausgerichtet.
Nach dem Ankommen, gab es erstmal Goodie-Bags für alle Teilnehmer.
Um ca. 13.30Uhr ging es dann leicht verspätet mit der Begrüßung los.

Gegen 14Uhr sind dann die ersten Workshops gestartet.
Für das Wohl zwischendurch gab es Kaffee und Kuchen, sowie Kaltgetränke.

Den ersten Workshop, den wir besucht haben nannte sich "Vom Self-Publishing zur Auflagenmillionärin - Der große Traum vom eigenen Buch".
Dort hat die Autorin Poppy J. Anderson im Gespräch mit Klaus Kluge von BasteiLübbe über ihre Anfänge als Autorin erzählt. Die Cover für ihre ersten Bücher hat sie im Garten ihrer Eltern fotografiert. Mit einer Wäscheleine und ein paar Football Gimmiks.
Die Buchreihe "Titans of Love", mit den Bänden "Verliebt in der Nachspielzeit", "Touchdown fürs Glück" und "Make Love und spiel Football", wäre wohl nie veröffentlicht worden und hätte so durch die Decke schießen können, wenn Poppy es nicht selbst getan hätte. Denn wie Klaus Kluge einräumt, hätte BateiLübbe das Manuskript abgelehnt, mit der Begründung "hierfür gibt es keinen Markt in Deutschland". Weit gefehlt, wie er selbst zugeben muss. Mittlerweile wurde die Reihe nun auch als Taschenbücher im rowohlVerlag veröffentlicht.
Insgesamt hat sie bis jetzt über 20 Bücher rausgebracht, die meisten sind hauptsächlich als eBook erschienen.
Poppy J. Anderson spricht aber nicht nur über vergangene Zeiten sondern auch über ihr aktuelles Projekt. Den Titel, sowie das wunderschöne und passende Cover zu beiden Bänden hat sie uns bereits schon verraten und gezeigt. Allerdings darf ich euch hierzu noch nicht allzu viel verraten, außer das es natürlich wieder um die Liebe geht, aber diesmal nicht um Football, sondern ums Backen. :)
Am Ende des Workshops nahm sich Poppy dann noch die Zeit Fragen zu beantworten, Bücher zu signieren und Bilder zu machen. Eine sehr sympathische Frau, die Trotz ihres Erfolges natürlich geblieben ist.

Bei dem nächsten Workshop durften wir dann die Autorin und Booktuberin Mona Kasten Treffen.
Sie ist 1992 geboren und schreibt gerade an ihrem 4. Buch. Ihr Roman "Begin Again" wird noch dieses Jahr beim LYX Verlag erscheinen. Während ihrer Lesung konnte wir bereits einen Einblick in das Buch erhalten und es macht neugierig auf mehr. Die Protagonisten sind sehr erfrischend und liefern sich auch das ein oder andere mal ein sehr hitziges Wortgefecht, was mich des Öfteren zum schmunzeln gebracht hat. Deswegen steht für mich fest, dass ich "Begin Again" lesen werde, sobald es erschienen ist. Erscheinungstermin für "Begin Again" ist übrigens der 06.10.2016. Der Zweite Band "Trust Again" wird nur ein paar Monate später am 12.01.2017 erscheinen.
Ich persönlich kannte Mona Kasten vorher noch nicht, obwohl sie bereits als Self-Publisherin mit dem Indie-Autor-Preis ausgezeichnet wurde. Als sie mich bei der anschließenden Autogrammstunde fragte, wie mir die Lesung gefallen habe und ich ihr sagte, dass ich bei der Lesung mehrmals schmunzeln musste, ich sie vorher aber überhaupt nicht kannte, hat sie mir auf die Schulter geklopft und lachend gesagt "Das finde ich klasse". Der Workshop war, durch die lockere und lustige Art von Mona, einfach toll und hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Den letzten Workshop, den wir an diesem Tag besucht haben war der von Frank Schätzing und nannte sich "Gibt es ein Rezept für Bestseller? Autor Frank Schätzing und sein Verleger Helge Malchow im Gespräch".
Dort hat Frank Schätzing von seinen umfangreichen Recherche arbeiten erzählt, die er für jedes seiner Bücher betreibt. Unter anderem war er für seinen Bestseller "Breaking News", mit seinem Verleger, in einige Krisengebiete gereist und hat sich dort z.B. das Krankenhaus angeschaut, damit er es realitätsgetreu in seinem Buch wieder geben kann. Aber natürlich hat er auch so einige Gespräche mit verschiedenen Kontaktmännern geführt.
Zum Teil wären es 2 Jahre an denen er an einem Buch arbeitet, schreibt und recherchiert. Aber die Erfolge sprechen für sich.
Auf die Frage, woran er die Thematiken für seine Bücher auswählt, beantwortet Schätzing so "Es steht eine kleine Idee im Vordergrund und in die verliebe ich mich...".
Wenn man bedenkt wie erfolgreich Schäzings Bücher waren und auch noch sind, ist es eigentlich unfassbar, dass er zu Beginn von einem Verlag abgelehnt wurde.

Nach den Workshops gab es eine Art After Show Party, mit guter Musik und einem sehr vielfältigem Buffet. So konnte man den Tag, bei einem leckeren Essen, gemeinsam noch etwas ausklingen lassen, sich austauschen oder einfach nur mit den Autoren, Verlagsmitarbeitern und anderen Bloggern nett unterhalten.


Fazit:
Wir konnten tolle neue Leute kennen lernen und hoffen nächstes mal wieder dabei sein zu können. Denn trotz der insgesamt knapp 5 Stunden Autofahrt (für hin und zurück) hat es sich auf jedenfall gelohnt.



PS: Wer neugierig ist und wissen möchte was in den Goodie-Bags war, für den gibt es gleich noch ein paar Bilder :)

Montag, 6. Juni 2016

Rezension "Götter" von Will Hofmann




Allgemeines:

Titel: Götter
Autor: Will Hofmann
Verlag: Fabulus-Verlag
Genre: Roman
Buchart: Hardcover
Seiten: 400 Seiten
Preis: 19,95€

Erscheinungsdatum: Februar 2016





Kurzbeschreibung:
Agnes ist mit vielen anderen Frauen in einem Lager gefangen, dort gibt es strenge Abläufe und es darf nur das getan oder gelernt werden, was die „Götter“ für richtig halten. Allerdings ist Agnes anders als die anderen Frauen im Lager, sie ist neugierig und fängt heimlich Mäuse und hält sie als Haustiere. Sie stellt fest, dass es optische Unterschiede bei den Mäusen gibt, die einen haben 8 Zitzen aber die anderen nicht. Als die Mäuse dann noch Nachwuchs bekommen, erkennt sie, dass die „Götter“ ihnen einiges verschwiegen haben. Sie beginnt heimlich weitere Tiere einzufangen und nachzuforschen, ob es bei allen gleich ist.
Eines Tages wird sie von Vera, einer Mitbewohnerin beobachtet, die das Gesehene der Aufseherin erzählt, woraufhin Agnes zum Tode verurteilt wird.
Agnes schafft es mit einem Trick zu überleben und schafft es aus dem Lager rauszukommen, wo sie nach einiger Zeit auf Günter trifft, der ihr Weltbild erneut auf den Kopf stellt.
Es geht aber nicht nur um Agnes und Günter, sondern auch um 2 weitere Schicksale, Rudolph und Clemens.
Die Schicksale von Agnes, Clemens und Rudolph könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie eines gemeinsam, alle 3 lassen sich nicht unterkriegen.
Rudolph ist im Internat, er hat immer nur Unfug im Kopf und wird getadelt, bis sein Vater ihm nach einer Suspendierung ins Gewissen redet und ihn in das Familiengeheimnis einweiht.
Clemens wächst im Heim auf und gerät danach sehr schnell auf die schiefe Bahn, bis er auf eine Sekte Namens „Streber“ trifft.
Wie wird es mit Agnes und Günter weiter gehen?
Was haben Rudolph und Clemens mit ihrer Geschichte zu tun?
Und auf welche Weise lassen sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verbinden?


Meinung:
In „Götter“ erzählt Will Hofmann die Geschichte von 3 Schicksalen, dessen Handlungsstränge nach und nach auf zum Teil erschreckende Art und Weise zusammen laufen.
Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine etwas andere Vorstellung des Buches, mir war nicht bewusst, dass es sich um mehrere Handlungsstränge handelt. Ich vermute deswegen hat es auch ein paar Abschnitte gebraucht bis ich in dem Buch angekommen war, dann allerdings hatte es mich gepackt und ich war neugierig, wie sich am Ende alles zusammen fügen würde und vor allem, wie sich die 3 unterschiedlichen Charaktere entwickeln werden. Zudem war es sehr schwer vorauszuahnen was passieren wird, wodurch ich des Öfteren überrascht wurde und auch mehr als einmal einen „AHA“-Effekt hatte.
Den Schreibstil selbst empfand ich als sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Zu den einzelnen Charakteren:
Agnes finde ich am eindrucksvollsten, denn sie geht ihrer Neugier nach und versucht die Welt mit den ihr gegebenen Mitteln zu erforschen. Sie ist sehr Intelligent und begreift sehr schnell auch komplexere Vorgänge, womit sie letztlich auch die Vollstreckung ihrer Todesstrafe überlebt (aber ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten). Es ist einfach interessant Agnes Entwicklung zu verfolgen.
Rudolph ist mir zu Beginn des Buches nicht ganz unsympathisch. Er ist einfach ein Junge, der nur Flausen im Kopf hat. Mit jedem weiteren Teil seiner Geschichte änderte sich das allerdings schnell, sodass ich am Ende nur noch Verachtung für ihn übrig hatte.
Clemens war ich hingegen zu Beginn eher skeptisch gegenüber. Er ist kriminell und auch durch sein Verhalten empfand ich wenig Mitgefühl für ihn. Mittlerweile gehört er aber zu einem meiner Lieblingscharaktere des Buches.
Günter ist recht unscheinbar und lässt sich gerne von Agnes führen und die „Neue Welt“ erklären. Auch er ist trotz seiner vorherigen Lebensumstände sehr weltoffen und lernt sehr schnell.
„Götter“ ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Ist es tatsächlich möglich, innerhalb Deutschlands, solche Lager zu errichten? Könnte ich mich so schnell in eine mir zuvor unbekannte Gesellschaft einfügen?...


Fazit:
Ich bin auf viele bewegende Schicksale gestoßen, die mich auch nach der letzten Seite von „Götter“ noch nicht sofort los gelassen haben.

Hier gehts zum Buch

________________
Copyright Fabulus-Verlag
Über den Autor:
Geboren 1949 im Taunus. Arzt für Allgemeinmedizin und Psychiatrie mit 20-jähriger Praxiserfahrung in Berlin- Neukölln. Er begann in seinen Jugendjahren zu schreiben. Erste Veröffentlichungen 1979 »Da läuft was aus« als SelfPublisher und 2011, »Abenteuermond« – ein Kinder-Science Fiction. Bei Kindle bisher erscheinen: »Oktan«, »Das Licht«, »Million Dollar Jucken« und »Glückwunsch zum Geburtstag, Zombie«. Will Hofmann ist inspiriert von Edgar Alan Poe, Guy de Maupassant, Stanislaw Lem und vielen anderen, also von den Bereichen Grusel, Fantasy und Science Fiction. Seine Werke lassen sich deshalb diesen Genres zuordnen. Daneben entstanden zahlreiche Skripts für den Unterricht an Kranken- und Altenpflegeschulen sowie Info-Broschüren zu unterschiedlichen medizinischen Themen für Patienten. Durch seine wissenschaftliche Ausbildung und pädagogische Praxis vermag es Will Hofmann, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Die fantastischen Theorien in den Romanen wirken glaubhaft, nachvollziehbar und geben den Geschichten ihren besonderen Reiz.
Quelle: http://www.fabulus-verlag.de/autoren/will-hofmann


Rezension "Schattenengel Buch I: Erde" von Sara Brandt



Allgemeines:
Titel: Schattenengel Buch I: Erde
Autorin: Sara Brandt
Band: 1
Verlag: Amdora
Genre: Fantasy
Buchart: Taschenbuch / eBook
Seiten: 466 Seiten

Erscheinungsdatum:
10.07.2016



Kurzbeschreibung:
Lizzie und Sam kennen sich seit ihrer Kindheit und sind zusammen aufgewachsen. Doch umso älter sie werden, desto mehr empfinden sie füreinander, wissen aber nicht ob es dem jeweils anderen genauso geht. Dann ist auch noch Lizzies Tante Gabriel strikt dagegen, dass die beiden sich näher kommen und legt beiden nahe sich voneinander fern zu halten. Sie hat Visionen und in einer sieht sie Lizzies Tod, mit dem Sam in Verbindung steht. Als Lizzie dann auch noch Sams Geheimnis erfährt, steht ihr ganzes Leben Kopf. Auf einmal sind in ihrem Umfeld überall Engel und Dämonen vertreten, wo sie es am wenigsten erwartet hätte und für Sam und Lizzie geht es nicht nur einmal um Leben und Tod.
Wer ist Azrael und was will er von ihr?
Wer ist Gut und wer ist Böse? Und wem kann sie noch trauen?


Meinung:Obwohl Engel sonst nicht so mein Thema sind, hat mich die Geschichte sofort gefesselt. Der Schreibstil lässt einen sehr schnell in die Geschichte eintauchen und auch die Charaktere werden sehr lebhaft und eindrucksvoll beschrieben, sodass sie sofort im Gedächtnis bleiben.
Sam habe ich sofort ins Herz geschlossen, er ist fürsorglich aber dennoch stark und weiß was er will und für Lizzie würde er einfach alles tun. Kein Wunder das Lizzie in ihn verliebt ist. <3
Zudem ist es Lizzie egal was Sam ist, für sie ist er einfach nur ihr Sam und auch sie würde alles für ihn tun.
Dann gibt es da noch Zack, den ersten den Lizzie aus Sams Umfeld kennen lernt. Er steht allem erstmal skeptisch gegenüber, versteht aber sehr schnell, warum Lizzie Sam so wichtig ist.
Zack gehört mit Sam zu meinen Lieblingscharakteren des Buches.
Aber auch bei den anderen Charakteren hat man das Gefühl, man ist ihnen wirklich begegnet und möchte unbedingt wissen wie es für sie weiter geht.
Ich bin besonders neugierig, wie es mit Michael und Azrael weiter geht und bin gespannt, ob der erste Eindruck, den man erhalten hat, nämlich das Engel böse und Dämonen gut sind, bestätigt wird oder ob es noch eine überraschende Wendung in den nächsten Bänden gibt. Denn auch hinter Michaels Fassade hat sich etwas erahnen lassen, was man ein paar Seiten zuvor nicht erwartet hätte.
Aber ich möchte natürlich nicht zu viel verraten :)


Fazit:
Ich warte sehr gespannt auf die folgenden Bände, denn Sara Brandt hat es geschafft mich in ihre Geschichte zu ziehen und mit den Protagonisten mit zu fiebern, als wäre ich selbst dabei.

__________________________________________
Über die Autorin:
Zu aller erst mal ein paar allgemeine Infos zu Sara Brandt.
Sara Brandt wurde 1987 in Krefeld, Nordrhein- Westfalen, geboren. Da ihr recht schnell klar war, dass sie dort nicht ewig leben wollte, kam sie über ein paar Umwege nach Bremen. Hier wohnt sie nun, fast direkt an der Weser, mit ihrem Lebensgefährten und zwei Katern.