Mittwoch, 18. Januar 2017

[Rezension] "Let's Play - Verspieltes Herz" von Jennifer Wolf

Allgemeines:
Autorin: Jennifer Wolf
Verlag: Impress
Genre: Jugendbuch/ Young-Adult
Seiten: 275
Buchart: eBook
Preis:3,99€

               
Erscheinungsdatum: 05.01.2017


Klappentext:
**Die wahre Liebe kennt kein Game over…**
Seit der 22-jährigen Helena Sorrento das Herz gebrochen wurde, weiß sie, dass die Liebe kein Spiel ist und dass das Herz ein Organ darstellt, das es ganz besonders zu schützen gilt. Alles, was sie ihren Gefühlen jetzt noch erlaubt, ist das Eintauchen in dramatische Liebesromane und der Nervenkitzel beim Zuschauen von Let’s Playern – Online-Gamern, die einen direkt in ihre Spieler-Welten mitnehmen. Wie Tausende anderer Frauen schwärmt sie dabei vor allem für den charmanten Let’s-Player Aiden, dessen Stimme alles in ihr zum Stillstehen bringt. Zu gerne würde sie wissen, welcher Mann sich hinter den humorvollen und doch stets so tiefsinnigen Kommentaren verbirgt – und warum er sich seinen Fans nie zeigt…


(Quelle: carlsen.de)


Der erste Satz:
„ Bin da-ha!“, rufe ich in die WG. „Wer noch?“ Als Kind habe ich die Dinos geliebt. Eine schöne Zeit war das; lange vor…. ihm.“

Meinung:
„Let’s Play“ hat mich einem Thema näher gebracht, mit dem ich zuvor noch nicht wirklich Berührung hatte. Wie wahrscheinlich jeder andere habe ich selbst auch schonmal Online über dem PC oder am Handy gespielt, aber das es tatsächlich Let’s Player, wie Aiden gibt, war mir gar nicht bewusst.
Jennifer Wolf hat das Thema super in ihr Buch eingebunden und auch die Probleme die dadurch entstehen, wie zB den Umgang mit den Fans von Aiden oder das ganze drum herum ist nicht zu kurz gekommen.
Als zweites Thema wurde die „häusliche Gewalt“ mit eingebunden. Für jemanden, der damit im wahren Leben noch keinen großen Kontakt hatte, kann sich aufgrund des anschaulichen und detaillierten Schreibstils sehr gut in Helenas Lage versetzen.
Es gab eine Stelle im Buch, gegen Ende hin, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe und ich wirklich sehr geschockt war. Leider kann ich nicht verraten was es genau war, da ich auf keinen Fall spoilern oder den „Überraschungseffekt“ zunichte machen will. Aber es gab eine Wendung, die wirklich total unvorbereitet kam.

Alles in allem kann ich sagen, nichts kam zu kurz und alles zusammen rundet das Buch ab und macht es zu dem was es nun ist, eine tolle Geschichte, mit extrem unterschiedlichen Charakteren, die man auf jedenfall lesen sollte.

Cover
Das Cover finde ich ok. Es sieht ganz nett aus, würde aber sicherlich genauso gut zu 1000 anderen Geschichten genauso gut passen. Meiner Meinung nach spiegelt es den Inhalt des Buches viel zu weniger wieder.

Charaktere
Darf man sich in einen Buchcharakter verlieben? Falls ja, dann habe ich mich eindeutig in Aiden verliebt. Er hat eine so liebevolle und ehrliche Art, bei der es einem schwer fällt etwas anderes zu empfinden. Jennifer Wolf hat es geschafft, dass was sie im Buch über seine Anhänger schreibt, auch auf den Leser von „Let’s Play“ zu übertragen.

Es war interessant Helenas Entwicklung zu sehen, die sie während des Buches durchgemacht hat. Zu Beginn hat sie wahnsinnige Angst vor ihrem Ex-Freund, der sie immer wieder demütigt, schlägt und unter Druck setzt. Er übt immer wieder nicht nur eine psychische sondern zum Teil auch körperliche Macht auf sie aus, dass sie selbst manchmal sehr unüberlegt handelt. Aber was das genau heißt, lest ihr am besten selbst ;)

Fazit:
Ich bin froh „Let’s Play“ gelesen zu haben und kann es jedem nur empfehlen, da ich persönlich kein Buch kenne, das die Themen „Let’s Play“ und „häusliche Gewalt“ zu einem absolut lesenswerten Buch kombiniert und auch die Liebe nicht zu kurz kommen lässt.



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Über die Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

(Quelle: carlsen.de)




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